Pierre Laub endurance × creativity

Life RPG – Warum ich RPG-Prinzipien für persönliche Entwicklung nutze

🎮 Life RPG – Warum ich RPG-Prinzipien für persönliche Entwicklung nutze

Ein neues Side Project (und warum überhaupt noch eins?)

Ich baue gerade ein neues Side Project: Life RPG.

Vorab eine wichtige Klarstellung:
Life RPG ist kein Spiel.
Es nutzt RPG-Prinzipien als Denkmodell – nicht als Selbstzweck.

Nicht, weil es noch keinen Habit Tracker gibt.
Nicht, weil ich „noch eine App“ bauen will.
Sondern weil mir etwas Entscheidendes fehlt – selbst nach Jahren mit Todo-Listen, Habit-Apps und Trackern.

Fortschritt fühlt sich dort oft nicht wie Fortschritt an.

Man hakt Dinge ab.
Man verliert Streaks.
Man fängt wieder bei Null an.

Und genau da setzt dieses Projekt an.


Die Idee: Skills statt Gewohnheiten

Life RPG ist kein klassischer Habit Tracker.

Der Fokus liegt nicht auf:

  • „Habe ich heute X gemacht?“
  • täglichen Checkboxen
  • perfekten Streaks

Sondern auf:

  • Skills
  • Entwicklung über Zeit
  • Identität statt Disziplin

Beispiele:

  • Backen ist ein Skill
  • Ausdauer ist ein Skill
  • Kommunikation ist ein Skill
  • Fokus ist ein Skill

RPG-Prinzipien helfen hier, Fortschritt sichtbar zu machen:

  • Level
  • Erfahrung (XP)
  • Entwicklung über Zeit

Nicht als Spielmechanik, sondern als mentales Modell.


Warum kein Habit Tracker?

Habit Tracker sind gut für:

  • Einstieg
  • Disziplin aufbauen
  • einfache Routinen

Aber sie haben strukturelle Schwächen:

Habit TrackerLife RPG
TagesfokusLangzeitentwicklung
Streak-orientiertXP- & Level-basiert
Binär (ja/nein)Progressiv
Motivation durch DruckMotivation durch Wachstum

In Life RPG darfst du:

  • pausieren
  • neu einsteigen
  • Skills parallel entwickeln
  • Fortschritt auch rückblickend sehen

Kein „Du hast versagt“-Moment.
Sondern: „Okay, hier stehe ich gerade.“


Warum RPG-Prinzipien?

RPGs sind gut darin:

  • komplexe Entwicklung abzubilden
  • Fortschritt nicht-binär zu denken
  • Lernen als Prozess darzustellen

Genau das fehlt vielen Selbstoptimierungs-Tools.

RPG-Prinzipien helfen mir, Entwicklung:

  • weniger moralisch
  • weniger binär
  • weniger stressgetrieben

und dafür:

  • systemisch
  • langfristig
  • nachvollziehbar

zu betrachten.


Warum Build in Public?

Dieses Projekt entsteht öffentlich.

Nicht, weil alles perfekt ist –
sondern weil Entscheidungen, Zweifel und Umwege Teil des Produkts sind.

Ich will hier teilen:

  • warum ich bestimmte Features nicht baue
  • wo Konzepte scheitern
  • was sich in der Praxis nicht gut anfühlt
  • wie sich Idee → Produkt wirklich entwickelt

Dieser Blog ist kein Marketingkanal,
sondern ein Devlog & Denkraum.


Grober Funktionsumfang (Stand jetzt)

Ohne Roadmap-Versprechen, nur Richtung:

  • Skills anlegen (z. B. „Pizza backen“, „Ausdauer“, „Lesen“)
  • Aktivitäten loggen → geben XP
  • Level & Fortschritt pro Skill
  • Monats- & Jahresrückblicke
  • Visualisierung statt Druck
  • Optional: Guest Mode (kein Account nötig)

Mehr nicht.
Lieber klein, konsistent und erweiterbar.


Tech-Architektur (bewusst pragmatisch)

Ich starte nicht mit Overengineering.

Frontend

  • Flutter
  • Ziel: Web + Mobile
  • klare Component-Struktur
  • Dark/Light Theme von Anfang an

State & Navigation

  • Riverpod
  • GoRouter
  • Feature-basierte Struktur

Backend

  • Firebase
    • Auth
    • Firestore
  • bewusst austauschbar gedacht
  • keine harte Kopplung an Firebase-APIs im Core

Architektur-Prinzipien

  • Clean-ish Architecture (nicht dogmatisch)
  • Feature-first statt Layer-Chaos
  • Alles, was sich ändern könnte, wird abstrahiert
  • Alles, was sicher ist, bleibt simpel

Kein „future proof“,
sondern change friendly.


Für wen ist das?

Primär:

  • für mich selbst

Sekundär:

  • für Menschen, die
    • lernen wollen
    • sich entwickeln wollen
    • mehrere Lebensbereiche gleichzeitig managen
    • keine Lust auf Disziplin-Apps haben

Wenn es am Ende nur mir hilft → Erfolg.
Wenn andere mitgehen → Bonus.


Nächster Schritt

Als Nächstes:

  • Datenmodell für Skills & XP
  • erste klickbare UI
  • Gefühl testen, nicht Feature-Liste abhaken

Wenn du das hier liest:
Danke fürs Mitgehen.
Der erste Baustein steht.